Inkognito-Modus: Wie anonym surfst du?

Alle gängigen Browser bieten einen Inkognito-Modus für privates Surfen. Doch auch wenn es ein sicheres und anonymes Surfen im Internet verspricht, ist es nicht so einfach, seine Spuren zu verwischen. In diesem Artikel werden wir ausführlich erklären, was der Inkognito-Modus ist, warum du weiterhin im Inkognito-Modus verfolgt werden kannst, wie du ihn dennoch für deine Sicherheit nutzen kannst und welche besseren Alternativen es gibt.

Doch bevor wir tiefer in das Thema des Artikels eintauchen, soll VPNWelt dich warnen: Um vollkommen sicher im Internet zu sein, brauchst du die Hilfe des besten VPN-Dienstes.

Wahrscheinlich hast du keine Zeit, sich mit allen Einzelheiten eines VPN-Dienstes zu beschäftigen, sondern willst einfach nur wissen, welches das beste Angebot für dich ist. Hier sind sechs VPNs, die je nach Anwendungsbereich empfehlenswert sind.

Für mehr Informationen findest du nachfolgend unsere Auswahl der 6 besten VPNs sowie eine detaillierte Kaufberatung.

Was solltest du über den Inkognito-Modus wissen?

Vielleicht hat man dich in der Arbeit oder bei einer anderen Gelegenheit schon einmal gebeten, eine bestimmte Tätigkeit, die du im Internet durchführen musst, in einem sogenannten Inkognito-Fenster zu erledigen. Doch warum und was ist das überhaupt?

Was ist der Inkognito-Modus?

incognito mode picture

Der Inkognito-Modus ist ein privates Fenster in deinem Webbrowser, mit dem du im Internet surfen kannst, ohne dass ein Verlauf der aufgerufenen Seiten auf deinem Computer, Smartphone oder Tablet gespeichert wird. Im Inkognito-Modus werden keine Cookies, Historie der besuchten Websites oder weitere Informationen im Browser gespeichert. Dadurch können andere Personen, die dein Gerät verwenden, nicht sehen, welche Webseiten du besuchst oder wonach du bei Google suchst.

Zwar werden alle diese Informationen nicht auf deinem Computer oder Telefon gespeichert, allerdings kann zum Beispiel dein Internet Service Provider (ISP), die verwendete Suchmaschine und andere sehen, was du im Internet tust.

Der Begriff „Inkognito-Modus“ ist daher nicht vollkommen richtig, wenn man es genauer nimmt. Denn es bedeutet, dass du deine Identität verbirgst, was jedoch nicht ganz der Fall ist. Denn zum Beispiel ist deine IP-Adresse noch immer für Dritte einsehbar und somit kann dein Standort ermittelt werden.

Sinn macht der Inkognito-Modus allerdings, wenn zum Beispiel mehrere Familienmitglieder den gleichen Computer verwenden. Oder wenn du deine Browser History vor deinen Arbeitskollegen geheim halten möchtest, welche ebenso Zugriff zu Deinem Gerät haben.

Erfahre in diesen Artikeln, wie du deine IP verbergen kannst:

Wie funktioniert der Inkognito-Modus?

Du bist sicherlich die Funktion gewohnt, dass dir eine Webseite, welche du schon vorher besucht hast, bereits vorgeschlagen wird, wenn du lediglich ein paar Buchstaben in die Adresszeile eingibst. Das kommt daher, weil dein Verlauf gespeichert wird. Nutzt du ein privates Browserfenster, werden die besuchten Seiten nicht gespeichert und somit auch nicht vorgeschlagen. Dies ist praktisch, wenn jemand anderes an deinem Gerät ist.

Gehst du Inkognito, ist es immer so, als würdest du zum ersten Mal diese Website besuchen. Auch wenn du etwas online einkaufst, werden zum Beispiel der Warenkorb oder dein Benutzername oft gespeichert. Dies ist ebenso nicht der Fall, wenn du in einem privaten Fenster surfst. Meldest du dich beispielsweise von einem öffentlichen Computer aus in deinem Google-Mail-Account an, könnte die Person nach dir deine E-Mail-Adresse oder deinen Benutzernamen sehen. Mit dem Inkognito-Modus ist dies nicht so.

Zudem werden auch deine Surfgewohnheiten nicht gespeichert, was bedeutet, dass dir keine personalisierten Vorschläge gemacht werden. Hast du beispielsweise nach Flugtickets gesucht, werden dir später oft Angebote von unterschiedlichen Airlines gezeigt. Dies geschieht aufgrund der gespeicherten Cookies. Mit dem Inkognito-Modus können diese Unternehmen nicht erkennen, was du vorher gemacht hast. Somit wirst du beim privaten Surfen keine personalisierte Werbung mehr sehen.

Allerdings musst du für das Surfen im Inkognito-Modus jedes Mal aktiv ein privates Fenster öffnen. Vergisst du dies oder gibst etwas im Standard-Browserfenster ein, werden deine Daten wieder gespeichert und verfolgt. Eine Ausnahme ist hier Safari, welcher so eingestellt werden kann, dass man immer privat surft.

Allerdings bleiben deine Onlineaktivitäten damit nicht ganz privat. Die folgenden Personen können dein Surfverhalten weiterhin sehen, auch wenn du dich im Inkognito-Modus befindest:

  • Manche besuchten Internetseiten: Wenn du dich im Inkognito-Modus online auf Websites anmeldest, können diese dich dennoch identifizieren.
  • Netzwerkadministratoren: Sie können alles sehen, was du tust und jede Website, die du besuchst.
  • Internet Service Provider (ISP): Alles, was du online machst, läuft über deinen Internetdienstanbieter. Im Gegensatz zu einem VPN verbirgt der Inkognito-Modus deine Aktivitäten nicht.
  • Suchmaschinen: Während ein neugieriges Familienmitglied deinen Inkognito-Browserverlauf nach der Sitzung nicht sehen kann, können einige Suchmaschinen dies immer noch.

So kannst du im Inkognito-Modus surfen

Je nach Software ist die Verwendung des Inkognito-Modus mit nur wenigen Klicks zu aktivieren oder deaktivieren. Nachfolgend haben wir für dich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für die gängigsten Browser zusammengestellt:

Inkognito-Modus Chrome

Google_Chrome_icon

  • Möglichkeit:

Öffne die Optionen, indem du auf die drei Punkte ganz oben rechts im Browserfenster klickst und wähle im Drop-down-Menü „Neues Inkognito-Fenster“ aus. Du siehst nun ein neues Browserfenster, welches dunkler ist als das Übliche.

  • Möglichkeit:

Verwende den Chrome-Shortcut Strg + Umschalttaste + N. Ein neues privates Browserfenster in dunkler Farbe wird geöffnet.

  • Möglichkeit auf dem iPhone und Android:

Öffne die Google Chrome App und tippe auf die drei vertikalen Punkte in der oberen rechten Ecke. Wähle dort „Neuer Inkognito-Tab“.

Inkognito-Modus Firefox

firefox logo

So startest du Firefox im privaten Modus:

  • Möglichkeit:

Öffne den Firefox-Browser und klicke auf die Menüoptionen neben der Adressleiste. Wähle dort „Neues privates Fenster“ aus. Es öffnet sich ein neues Browserfenster mit einem violetten Hintergrund. Zudem siehst du am oberen Rand des Fensters ein lila-weißes Maskensymbol.

  • Möglichkeit:

Drück gleichzeitig die Tasten Strg + Umschalt-Taste + P (auf Mac) und Strg + T (auf Windows), um ein neues privates Fenster in Firefox zu öffnen.

  • Möglichkeit auf dem iPhone und Android:

Öffne die Firefox-App auf deinem Smartphone und tippe auf die vertikalen Punkte auf der rechten Seite. Wähle dort „Neues privates Fenster“ aus.

Inkognito-Modus Opera

Opera_icon

Öffne deinen Opera-Browser, um den Inkognito-Modus zu aktivieren.

  • Möglichkeit: 

Klick auf „Menü“ oben links in Windows und „Datei“ auf dem Mac. Wähle im Dropdown-Menü „Neues privates Fenster“ aus.

  • Möglichkeit:

Wenn du die Tastenkombinationen bevorzugst, kannst du dies mit Strg + Umschalt-Taste + N für Windows und Befehl + Umschalt-Taste + N für Mac tun.

  • Möglichkeit auf dem iPhone und Android:

Öffne die Opera-App und tippe auf den Tabs-Button. Tippe dann auf das Menü und wähle „Neuer privater Tab“ aus.

Inkognito-Modus Safari

safari icon

So aktivierst du den Safari Inkognito-Modus, wenn du einen Mac verwendest:

  • Möglichkeit:

Öffne Safari und wähle oben in der Menüleiste „Datei“ aus. Dort hast du die Option „Neues privates Fenster“. Es öffnet sich ein neues Fenster mit einem schwarzen Hintergrund.

  • Möglichkeit:

Du kannst auch die Tastenkombination Umschalt-Taste + Befehl + N eingeben.

  • Möglichkeit:

Du kannst Safari auch so einstellen, dass du immer automatisch im Inkognito-Modus surfst. Und so gehts: Wähle in der oberen Menüleiste Safari und dann Einstellungen. Oder gib die Tastenkombination Befehl +, ein. Wenn du nun ein neues Fenster öffnest, sind alle mit einem schwarzen Hintergrund versehen, was heißt, dass du im Privatmodus surfst.

  • Möglichkeit:

Wenn du bereits einen Link geöffnet hast, kannst du ihn per Rechtsklick mit der Maus anklicken und dort „Link in einem neuen privaten Fenster öffnen“ auswählen.

  • Inkognito-Modus iPhone:

Öffne die Safari-Browser-App und tipp auf das Tabulator-Symbol in der unteren rechten Ecke. Dort kannst du zum privaten Browsermodus wechseln.

Inkognito-Modus Microsoft Edge

Microsoft_Edge_icon

Der Inkognito-Modus von Microsoft Edge heißt InPrivate. Und so aktivierst du ihn:

  • Möglichkeit:

Wähle im Edge-Browser auf „Einstellungen und mehr“ in der oberen rechten Ecke und klick dann auf „Neues InPrivate-Fenster“. Du siehst nun in der oberen rechten Ecke ein blaues InPrivate-Logo.

  • Möglichkeit:

Du kannst auch die Inkognito-Tastenkombination von Microsoft Edge verwenden: Strg + Umschalt + N.

Inkognito-Modus deaktivieren

Du kannst den Inkognito-Modus abschalten, indem du das private Browser-Fenster einfach schließt. Dies ist bei allen Browsern gleich.

Effektive Methoden zum anonymen Surfen im Internet

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, deine Online-Aktivitäten zu schützen, damit sie nicht zu dir oder deinem Gerät zurückverfolgt werden können. Ein VPN (Virtual Private Network) ist hier die beste Methode. Es verschlüsselt deine Verbindung zum Internet vollständig und stellt sicher, dass sensible Daten wie Bankdetails und Passwörter geschützt bleiben.

Die verschlüsselte Verbindung, die du mit einem VPN erhältst, verbirgt zudem die Identität und IP-Adresse deines verwendeten Geräts, bevor du dich mit einem Netzwerk verbindest, was bedeutet, dass es Unternehmen, Regierungen und Hackern viel schwerer fällt, dich zu verfolgen. Welcher VPN-Anbieter der Beste ist, kannst du hier erfahren.

Im Gegensatz um Inkognito-Modus kann somit auch nicht einmal dein ISP sehen, welche Webseiten du aufrufst. Dein wahrer Standort wird durch den gesicherten Tunnel des VPNs verschleiert und eine Rückverfolgung ist nicht möglich. Im Inkognito-Modus werden jedoch immer noch Daten angezeigt, wo du dich befindest, deine Zeitzone, dein Betriebssystem und deine Sprache.

Um deine IP-Adresse oder dein Surfverhalten vollständig zu verbergen, wenn du zum Beispiel mit einem öffentlichen Wi-Fi-Netzwerk verbunden bist, solltest du ein VPN verwenden, nicht nur ein privates Inkognito-Fenster. Es hilft dir, Inhaltssperren und geografische Beschränkungen zu umgehen und stellt sicher, dass deine Online-Aktivitäten nicht zu dir zurückverfolgt werden können. Für einen vollständigen Schutz kannst du also am besten ein VPN zusammen mit dem Inkognito-Modus verwenden.

Die besten Methoden, um anonym im Internet zu surfen

Während die sicherste Methode, deine Daten und Privatsphäre im Internet zu schützen, das VPN ist, gibt es noch weitere Wege, wie du deine Onlineaktivitäten verbergen kannst. Hier findest du einen ausführlichen Artikel, wie sie arbeiten, welche Vor- und Nachteile sie haben und wie es funktioniert.

Methode

Vorteile

Nachteile

VPN

Sehr benutzerfreundlich, auf allen Geräten nutzbar, verschlüsselte Übertragung, kein Geo Blocking

Alle Funktionen möglicherweise nur in der Premium Version verfügbar

Tor

Absolut sicher, nicht an einzelnes Unternehmen gebunden

Teilweise kompliziert, langsam, nicht für die Übertragung von hohen Datenmengen geeignet

Proxy Server

Einfach zu bedienen, fast immer kostenlos

Deutlich weniger sicher, keine Verschlüsselung zwischen Nutzer und Proxy Website

Anonyme Suchmaschinen

Sicher, einfach zu bedienen

Nur für Suchanfragen nutzbar

Browser Add ons

Einfache Installation, effektives Verhindern von Tracking

Kein Schutz im Netzwerk, auch Provider kann weiter Daten aufzeichnen

Faziz

Inkognito zu surfen hat sicherlich einige Vorteile, um jedoch geschützt und sicher im Internet aktiv zu sein, genügt es nicht aus. Am besten benutzt du ein VPN zusammen mit dem Privatmodus, damit auf deinem Gerät der Verlauf und Cookies nicht gespeichert werden und Webseiten deinen Anmeldedaten nicht speichern. Dies gilt ganz besonders an öffentlich zugänglichen Apparaturen, welche von mehreren Nutzern verwendet werden.

Weitere Artikel:

FAQs

Wie öffne ich standardmäßig ein Inkognito-Fenster?

Je nach Browser ist das Öffnen eines Inkognito-Fensters einfach. Meist findest du die Option „Neues privates Fenster öffnen“ in den Einstellungen.

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